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BMBF-Forschungsprojekt

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Interview mit Sebastian Deterding

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In meiner Recherche zu Gamification bin ich relativ früh auf Sebastian Deterding gestoßen. Er forscht seit einiger Zeit im Bereich Gamification und ist mittlerweile international bekannt. Hier mal ein paar Auszüge aus einem Interview mit ihm.

Spielemechanismen werden benutzt um Menschen zu motivieren etwas bestimmtes zu tun bzw. ihr Verhalten zu ändern.

Gamification funktioniert nur bei:

Freiwillige Partizipation: wenn ich nicht auf einer Highscoreliste erscheinen will, aber automatisch an einem “Spiel” teilnehme, kann es demotivierend sein.

Motivation sollte vorher nicht vorhanden sein: wenn ich ein Ticket lösen will, bin ich schon motiviert dies zu tun. Wenn ich erst durch ein Spiel zu meinem Ticket komme, wirkt es ebenfalls demotivierend oder sogar frustrierend.

Hauptsächlich besteht ein Game aus folgenden drei Elemente: Ziele, Regeln, Feedback.

Was laut Sebastian Deterding noch in der Gamification Welt fehlt ist:

Bedeutung: Gamification-Anwendungen verlieren sehr schnell ihren Reiz, wenn sie nicht an etwas andocken das in meinem Alltagsleben wirklich wichtig ist. Beispielsweise haben viele Foursquare schonmal ausprobiert, verwenden es aber nicht mehr.

Meisterschaft: Spiele machen uns nicht deswegen Spass weil sie uns belohnen, sondern weil sie uns Erfolgserlebnisse geben. Nicht der Erhalt der Punkte, sondern das meistern der Aufgabe macht Spiele reizvoll.

Autonomie: Spielen MÜSSEN ist ein Widerspruch in sich. Spiele im Arbeitskontext sind oft nicht freiwillig, sondern aufgezwungen.

on3 with Sebastian Deterding
Interview
(mp3)

Written by David

April 11, 2011 at 5:27 pm